Radtour nach Hinsbeck

Leider konnten diesmal einige der sonst gern Rad fahrenden Paddler nicht mitkommen. Daher war unsere Gruppe etwas kleiner als gewohnt. Wir starteten am Bootshaus und folgten nach Überquerung des Rheins zunächst der Erft. Hinter Holzheim bogen wir ab in Richtung Raketenstation Hombroich, wo unser Animateur Michael den Versuch machte, uns in die Geheimnisse der konspirativen Meditation einzuweihen. Danach erklommen wir den „Liedberg“ um dem historischen Ortskern des gleichnamigen Ortes einen Besuch abzustatten.

 

 

Weiter ging es Richtung Rheydt, wo wir dem Niersradweg folgten, der durch eine schöne Parkanlage führt. Am Schloss Wickrath legten wir eine Pause ein und genossen die warme Mittagssonne.

Durch Felder, Wiesen und kleine Dörfer geleitete uns Helga zielsicher zum nächsten Bach – der Schwalm. An der Holtmühle legten wir eine Kaffeepause ein.

Über Lüttelforst, Niederkrüchten und Brempt erreichten wir den Hariksee, wo man uns das beste Eis der Region versprochen hatte. Ich muss sagen, wir wurden nicht enttäuscht.

 

 

Nun wandten wir uns gen Norden und erreichten den letzten Bach auf dieser Etappe – die Nette mit den Krickebecker Seen. Die Paddler suchen doch immer das Wasser, auch wenn sie mit dem Rad unterwegs sind.

Es war nur noch ein kurzes Stück Weg bis zur Jugendherberge in Hinsbeck, allerdings liegt diese, wie könnte es anders sein, oben auf einer eiszeitlichen Anhöhe.

Diese zu bewältigen war dann doch noch eine Herausforderung für die meisten nach mehr als 90 km Fahrleistung.

 

Da das Restaurant Sonneck geschlossen war, mussten wir leider auf die Orangensoße verzichten, die uns letztes Jahr so geschmeckt hat. Aber im Hotel Josten waren wir auch gut aufgehoben und ließen uns am Ende des langen Tages mit einem hervorragenden Abendessen verwöhnen.

 

Nach dem Frühstück ging es gestärkt und mit frischen Kräften zurück Richtung Heimat. Wir nahmen nun den direkten Weg und folgten der historischen Trasse des Nordkanals, der von Napoleon geplanten nur teilweise realisierten Kanalverbindung von Antwerpen zum Rhein. www.nordkanal.net

 

 

Nicht überall war der historische Kanal so liebevoll inszeniert wie in Viersen. Dort wurde Michaels selbstgebackener Kuchen probiert und für gut befunden (Wir warten noch auf das Rezept für unsere Sammlung). Die Schwebefähre über die Niers mussten wir natürlich auch testen. Sie wurde dort installiert, wo der Nordkanal die Niers kreuzen sollte. Weiter ging es am wasserführenden, einst schiffbaren Teil des Kanals entlang bis nach Kaarst.

 

 

Nach einer Stärkung in Büttgen (das Eis dort ist auch sehr zu empfehlen) folgten wir dem Kanalverlauf weiter bis nach Neuss zum Epanchoir. Dieses Einspeisungs- und Entlastungsbauwerk im Kreuzungsbereich von Kanal und Obererft ist noch gut erhalten. Danach ist das Kanalbett wieder trocken, aber gut erkennbar bis zum Neusser Sporthafen, wo wir am Tag zuvor unsere Rundfahrt begonnen hatten. Insgesamt war es eine sehr schöne abwechslungsreiche Tour mit interessanten Eindrücken von Natur, Kultur und Geschichte in unserer unmittelbaren Umgebung, die man vom Auto aus niemals entdecken würde. Herzlichen Dank an Helga für die gute Vorbereitung. Wir freuen uns schon auf die nächste Radtour.

 

 

 

Text: Verena W.

Bilder: Hans-Wolfgang K. und Helga H.

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