De Wieden an Christi Himmelfahrt

Ursprünglich war eine Gepäckfahrt auf der Ijssel von Doesburg nach Kampen geplant. Leider ist die Wetterlage alles andere als optimal gewesen. Ein sehr starker Wind auf der meistens offenen Ijssel macht sich nicht so gut. Kurzfristig haben wir daher unsere Planung geändert: Wir sind in die „De Wieden“ nach Belt Schutsloot gefahren.

 

De Wieden das ist eine faszinierende Landschaft mit den fließenden Übergängen vom Wasser zum Land. Der Naturpark wird von kleinen Kanälen durchzogen. Reetdachbauern haben kleine Parzellen gepachtet, auf denen das kostbare Riedgras angebaut wird. Fischreiher, Weißstörche und Rehwild führen hier ein nahezu ungestörtes Leben. De Wieden mit ihrem großen Reichtum an seltenen Wasser- und Sumpfpflanzen, Insekten und Wasservögeln gelten als die größten geschlossenen Flachmoorgebiete Westeuropas. So viel das Lexikon.

 

 

Unsere Zelte haben wir auf dem Campingplatz Kleine Belterwijde direkt am Wasser aufgebaut. Einen Nachteil hat die Lage allerdings gehabt. Sobald der Wind nachgelassen hat und/oder die Sonne nicht volle Kraft gewärmt hat, sind sofort die „Gnieten“ (kleine fiese Mücken- oder Fliegenart) aus dem Versteck gekommen und haben uns alle erbarmungslos gepiesackt.

 

Die 4 schönen Tage, die unsere kleine Truppe dort erlebt hat, konnten auch die kleinen Tierchen nicht vermiesen. Diese Region eignet sich hervorragend um Rundtouren zu unternehmen. Unzählige kleine Kanäle, kleinere und größere Seen, ein Paddler Paradies sonder gleichen.

 

Unser "Event Manager" Berni führte uns zielsicher durch den Wasserwegedschungel. Obwohl in dem Gebiet recht viele Leihboote mit und ohne Motor unterwegs waren, immer wieder sind wir in Abschnitte geführt worden wo wir die ungetrübte Ruhe und einsame Natur bewundern durften. Eine wunderbare Gelegenheit die Seele baumeln zu lassen, was wir auch hemmungslos taten.

 

Dass unser Berni ein unverbesserlicher "Fischfresser" ist, haben wir spätestens am zweiten Tag erfahren. Nach etlichen Kanälen, Seen und Umtragestellen sind wir nach Vollenhove an einer Fischbude angekommen. Fast alle haben erbarmungslos zugeschlagen. Die Kenner sagen: frischer und leckrerer geht garnicht. Es war ein Geheimtipp. An anderen Stelle sind wir direkt vom Wasser auf die Terasse eines Cafes gestiegen wo es für Holland obligatorische Frittes, Frikandel Special und Panekoke gab. So gesehen ist es auch eine kulinarische Tour gewesen. Das gehört einfach dazu.

 

Schreiben könnte ich noch viel, aber es ist am besten selber in die De Wieden zu fahren und eigene Erfahrungen zu machen. Es lohnt sich, garantiert.

 

 

Text und Bilder: Edward H.

 

 

 

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